Tauschmarkt: Richtlinien für Produkte

Heilung für die Menschengemeinschaft

Created with Sketch.
HOME // PROJEKTPRÄSENTATION // Tauschmarkt: Richtlinien für Produkte

In noch nicht lange vergangenen, gesellschaftlichen Debatten wurde oft über die “Freiheit der Märkte” gesprochen und darüber, wie wichtig diese für die Wirtschaft und damit für die Menschen wäre. Wir sehen das anders. Gerade diese “Freiheit der Märkte” hat zu Zuständen geführt, die man nicht befürworten kann. Die Erde wird ausgebeutet, Menschen werden unterdrückt und zu unwürdigen Arbeitsverhältnissen gezwungen, es wird ein Überfluss an unnötigen, sinnlosen bis extrem schädlichen Produkten erzeugt, die dann oft verschwenderisch entsorgt werden, es wird Müll ohne Ende und auf allen Ebenen erzeugt, damit die Maschine weiterläuft…

Wir glauben, Freiheit des Individuums kann nur durch einen klar geregelten (unfreien) Markt gewährleistet werden und da wir auf Obrigkeiten verzichten wollen, können diese Regeln nur solche sein, die von allen Marktteilnehmern und Konsumenten gemeinsam gestaltet werden.

Daher werden die Richtlinien für Produkte eine Frage sein, über die wir als Netzwerk gemeinsam direktdemokratisch entscheiden. Eine erste, einfache Richtlinie könnte alle Produktionsprozesse verbieten, die Gewalt oder Unterdrückung beinhalten. Ebenso könnten generell alle Produkte verboten sein, die der Gewaltanwendung dienlich sind. Eine weitere Richtlinie könnte alle Produkte verbieten, die nachweislich oder von der Mehrheit vermutet der Allgemeinheit, den Menschen, Tieren und/oder der Umwelt Schaden zufügen.

Schon diese zwei bis drei einfachen Richtlinien werden die derzeitige Produktvielfalt des allgemeinen (“freien”) Marktes für alle Netzwerkteilnehmer stark reduzieren und so ein natürliches Bedürfnis erzeugen, neue Produkte selbst zu produzieren.

Produkte die autark produziert und innerhalb des Tauschmarktes gehandelt wurden, die somit keine Berührung mit dem System hatten, sollten auch intern verbleiben. Wir werden es nicht völlig vermeiden können, dass einzelne Individuen der Versuchung erliegen, die frei produzierten Güter unseres Netzwerks gegen reguläres Geld zu verkaufen. Allerdings werden wir versuchen, die Verantwortung für die Einhaltung gesetzlicher Produktionsrichtlinien soweit nötig auch vertraglich bei Kontoeröffnung dem jeweiligen Verkäufer zu übertragen. Dies dürfte einen Weiterverkauf intern produzierter Güter nahezu vollständig eliminieren und somit potentielle Konflikte mit dem Gesetz umgehen.

Etwas anderes ist es, wenn eine Gemeinschaft als Ganzes den Wunsch äußert, die selbst hergestellten Produkte oder angebotenen Dienstleistungen gegen reguläres Geld (z.B. Euro) anzubieten. In diesem Fall kann die Stiftung dieses Vorhaben individuell unterstützen (bei der Frage nach den jeweils gültigen gesetzlichen Produktionsrichtlinien, Gewerberegelungen und Steuern und Abgaben). Ein individuell festzulegender Prozentsatz des erzielten Umsatzes sollte dann zurück an die Stiftung fließen und somit indirekt wieder allen anderen Gemeinschaften dienen, da diese ja nicht mehr von dem “nach außen” gehenden Teil des Angebots der Gemeinschaft profitieren. Im Grunde eine Art “Steuer”, aber diese Regelung soll nur die Gemeinschaften und Projekte betreffen, die mit dem System (mit regulärem Geld und damit zwangsweise auch mit der Bürokratie) interagieren wollen.

Weiter zu "Juristische Abteilung"
Zurück zu "Spielgeld für das Gesellschaftsspiel"
Zurück zur Übersicht

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du dich damit einverstanden.

Schließen